Nach längerer Pause elf neue Lieder von Kurt Gaulhofer alias Krawauli. „Gesang, Gitarren, Cello, Keyboards, Kompositionen und Texte“ – wie meist ist das neue Album ein Alleingang des Grazer Musikers, von dem auch als „Himbeerorchester“ etliche Tonträger vorliegen. Und wieder überrascht er mit poetisch-musikalischen Träumen, in denen sich (manchmal grimmiger) Witz („Dreh dich um“), fein dosierte Melancholie („Engel die fliehen“, „Noch schwebt das Lachen…“), dunklere Materie (im Titelsong „Als ich erwachte“) und manchmal Zorn („Na gut“) die Waage halten.
Gaulhofer schafft mit seinen Instrumenten im privaten Studio Klanggewebe, die sich beim mehrmaligen Hören als weitaus komplexer erweisen, als sie zunächst klingen. Und er hat textliche Tröstungen parat: „Es liegt eine Nadel im Heu, und wer sie findet, der macht diese Welt wieder neu“.
Es gibt auch erneut nach einem Krawauli-Konzept ein Musikvideo, das eine bereits beeindruckende Krawauli-Kurzfilmsammlung (auf Youtube einsehbar) kongenial erweitert.